Vor einer Brustvergrösserung ist die Wahl des optimalsten Brustimplantates wichtig. Neben verschiedenen Grössen und Formen gibt es auch unterschiedliche Materialien. Beim Material eines Brustimplantates unterscheidet man die Implantathülle und die Implantatfüllung. Diese können aus verschiedenen Materialen bestehen.

Implantathülle

Implantathüllen werden fast ausschließlich aus Silikon angeboten. Diese haben sich in den letzten 50 Jahren am besten bewährt.

Silikon ist durchweg das Mittel der Wahl, wenn es um Implantathüllen geht. Diese können entweder rau (texturiert) oder glatt sein. Leicht aufgeraute Implantathüllen haben den Vorteil, dass die Implantate dadurch weniger leicht verrutschen. Außerdem wird durch die Texturierung das Risiko einer Kapselfibrose minimiert.

Implantatbeschichtung

Was die Beschichtung der Implantathüllen betrifft, gehen die Meinungen auseinander. Es gab Versuche mit Polyurethan- oder Titan-Beschichtung. Brustimplantate mit Titan-Beschichtung wurden nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen. Implantate mit Polyurethan-Beschichtung werden noch angeboten. Diese sind eine Alternative zu den reinen Silikonhüllen bei ausgewählten Patientinnen.

Bei der Standard-Brustvergrösserung spielen beschichtete Implantate jedoch keine Rolle, da reine Silikonimplantate klar die erste Wahl sind.

Implantatfüllung

Es wurden zwar schon einige Materialien auf ihre Tauglichkeit als Implantatfüllung getestet, aber nichts wird so oft als Füllung verwendet wie festes Silikongel. Früher wurde als Implantatfüllung flüssiges Silikon verwendet. Eine andere verwendete Implantatfüllung ist Kochsalzlösung. Hier die Vor- und Nachteile auf einen Blick:

  • Silikongel: Silikongel ist die Füllung, die von europäischen Chirurgen bevorzugt wird. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das Gel ist formbeständig und fühlt sich sehr natürlich an. Zudem kann das Gel nicht auslaufen. Dadurch gelten sie als die sichersten Implantatfüllungen auf dem Markt. Außerdem ist es möglich, trotz der Implantate eine Mammographie, ein MRT-Screening oder eine Ultraschall-Untersuchung zur Brustkrebsvorsorge durchzuführen. Je nach Brustgewebe können verschiedene Festigkeitsgrade gewählt werden.
  • Kochsalzlösung: Im Gegensatz zu mit Silikon gefüllten Implantaten können Kochsalzimplantate sehr wohl auslaufen. Die Flüssigkeit wird dabei über den Körper ausgeschieden, das gesundheitliche Risiko ist gering. Allerdings ist das Tastgefühl von Kochsalzimplantaten sehr unnatürlich. Daher spielen sie in Europa kaum eine Rolle.

Die am besten bewährten Brustimplantate haben eine texturierte Silikonhülle und eine Füllung aus Silikongel. Solche Implantate von einem Hersteller mit lebenslänglicher Garantie sollten die erste Wahl bei einer Brustvergrösserung sein.